Geschenkewahnsinn

  • Sven 
Geschenke
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Zu viele Geschenke sind unfassbarer Stress für dein Kind!

Kann ich mir Geschenke zum Geburtstag sparen?

Jetzt ist der erste Geburtstag rum. Trotz Coronavirus waren allerhand Freunde da. Am Ende des Tages sind aber alle Gäste wieder weg. Was bleibt ist ein Berg Geschenke. Aber wieviel ist normal und förderlich für mein Kind und ab wann ist es einfach zu überzogen? Ist es denn nicht besser, Klasse über Masse zu setzen?

Ich habe schon Bilder gesehen, auf denen Kinder zu Weihnachten 100 Geschenke bekommen haben. Ist das die Norm? In meiner Welt ist das einfach nur abartig und schadet mehr als es nützt.

Ich frage mich wie ein Kind den Wert der Dinge schätzen und kennenlernen soll, wenn es mit Geschenken überhäuft wird? Ist eine normale Entwicklung überhaupt möglich oder ziehen wir so oberflächliche kleine Monster heran. Monster natürlich in Anführungszeichen. Die kleinen können ja letztlich nichts dafür, wenn wir sie mit Geschenken überhäufen.

Die kleinen nehmen die Geschenke natürlich an. Hätten wir in dem Alter ja wohl alle gemacht. Daran ist auch nichts verkehrt. Ich sehe aber auch, wie meine Tochter alles nur kurz berührt. Sie geht direkt zum nächsten. Keine Aufmerksamkeit. Vielleicht erwarte ich zu viel? Ich weiß es nicht.

Ich sehe aber, dass es vor einem halben Jahr ganz anders war. Da hat klein Elli noch ein Haar ihrer Mutter im Gang gefunden und ohne Unterlass 30 min damit gespielt. Aufheben. Fallen lassen. Wieder aufheben. Von einer Hand in die andere. Lang gezogen. Lachen. Voller Begeisterung. Und jetzt? Ich bin mir nicht sicher ob es normal ist, wenn Elli nur kurz bei einem Spielzeug verweilen kann. Vielleicht ist es auch eine nützliche Eigenschaft, wenn sie sich schnell auf andere Dinge konzentriert.

Ist die Welt zu schnell geworden?

Wir leben in einer schnell gewordenen Welt. Hier eine Nachricht, da ein Anruf, dort eine aufploppende Werbung. Hier, da, dort. Alles erfordert unsere Aufmerksamkeit. Vielleicht ist es gut, wenn Elli früh lernt was wichtig für sie ist. Vielleicht kann sie sich dadurch später besser auf die wichtigen Dinge Konzentrieren?

In 20 Jahren werde ich wissen was richtig war. Das hilft mir aber im Moment nicht weiter. Wenn ich jetzt falsch liege, hat die kleine später ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom)? Kann ich das überhaupt verhindern, oder ist es unnötiger Sauerstoffverbrauch sich darüber Gedanken zu machen? Fragen über Fragen, doch wer kennt die Antwort?

Was wenn wir durch zu viele Geschenke eine Reizüberflutung herbei führen? Das würde doch automatisch zu hohem Stress führen. Stress für Papa, Mama und Kind. Möglich, dass du dein Kind schützt indem du weniger schenkst. Das Problem ist halt, dass ja auch jeder etwas schenken will. Eltern, Großeltern, Paten, Freunde und Bekannte. Jeder möchte dem Kind etwas gutes tun. Verständlich, aber auch bedenklich. Wer heute nicht lebt wie ein Einsiedler, wird es schwer haben um viele Geschenke herum zu kommen. 

Wie machst du das beste aus der Situation?

Es ist möglich Geschenke zusammen zu fassen. Ein Geschenk  von Mama und Papa an dem sich gleich Oma und Opa beteiligen. Patentante und Patenonkel noch eins. Freunde und Bekannte können sich zusammen tun und ein gemeinsames Geschenk besorgen oder sie tun sich auch gleich mit den Paten oder Eltern zusammen. Es gibt schon Möglichkeiten den Stress deines Kindes zu reduzieren. Als Vater liegt es auch in deiner Verantwortung, das geschehen zu lenken. Du musst es halt machen!

Fakt ist, die Welt ist schnell geworden, aber ein Buddhistisches Sprichwort sagt: “Wenn du in Eile bist gehe langsam.” Es liegt wie immer an uns, welche Eindrücke wir aufnehmen und welche nicht. Genauso auch, wie viele Dinge wir in unserem Leben haben wollen. Mehr haben bedeutet auch immer mehr müssen. Wir müssen unsere Aufmerksamkeit teilen und schaffen uns so Stress der vermeidbar ist.

Warum nicht ein wirklich gutes, vielleicht auch teureres Geschenk, dass zudem dem Entwicklungsstand deines Kindes entspricht. Es gibt so viele Geschenke die einen hohen Lernwert haben. Für die Motorik, das Gedächtnis oder auch um Soziale Kompetenzen zu entwickeln. Es muss nicht das billige Spielzeug aus China sein, bei dem du dir nie sicher sein kannst, welche Schadstoffe im Spielzeug sind. Das soll nicht heißen, dass alles aus China schlecht ist, aber Gedanken solltest du dir machen.

Geschenke die Wunder wirken

Wenn du dich entschieden hast, deinen Fokus auf ein paar wenige Geschenke zu beschränken, Glückwunsch. Aber was ist denn jetzt das richtige Geschenk für deinen Schatz? Der Markt quillt förmlich über an Geschenkideen und das macht es noch schwieriger das richtige zu finden. 

Wer 20 Geschenke kauft hat es einfach. Irgendetwas wird schon dabei sein und dem Kind gefallen. Wer sich auf 2-3 beschränkt, muss sein Kind gut kennen. Zum Glück sind die Kleinen wahre Aufmerksamkeits-Magnete. Daher sollte es nicht schwer fallen, etwas zu finden das deinem Kind gefällt und am besten noch in seiner Entwicklung unterstützt.

Sinnvoll ist es immer die Stärken eines Kindes zu fördern! Jeder kennt wahrscheinlich noch aus der Schule, dass wir immer an unseren Schwächen arbeiten müssen. Was wir schon gut können, dass kann vernachlässigt werden um mehr zeit in die schwächen investieren zu können. Resultat ist, dass wir hinterher alles ein bisschen können, aber nichts richtig. 

Menschen sind aber nicht alle gleich. Wir alle haben Stärken und Schwächen und wir alle müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren. Wenn du super Rechnen kannst, weil es dir Spaß macht, du aber kein Talent zum Malen hast. Dann bringt es dir viel mehr dich auf deine Freude, dass Rechnen, zu konzentrieren als an deiner Fähigkeit zu arbeiten, früher oder später ein halbwegs passables Portrait zeichnen zu können. Vor allem wenn es dir keinen Spaß macht. Du kannst nur gut in etwas werden, wenn du es liebst.

Also stärke die Interessen deines Kindes. Solltest du merken, dass dein 11 Monate altes Baby motorisch sehr fit ist und schon Monate lang alles mit den Händen inspiziert. Dann ist vielleicht ein Steckspiel das richtige. Mit dem kann dein Schatz seine motorischen Fähigkeiten weiter ausbauen. Wogegen ein Bobby Car eventuell auf weniger Interesse stößt. Letztlich kennt aber niemand deinen Schatz so gut wie du selbst.

Hast du die ultimative Lösung?

Was meinst du dazu? Wie meisterst du das Problem der Reizüberflutung bei deinen Kindern? Hast du Ideen oder Herangehensweisen die du teilen möchtest? Vielleicht ist dein Kind schon groß und du hast Erfahrungen, die uns helfen können den richtigen Weg zu finden. Dann schreib doch bitte einen Kommentar und lasse uns an deinen Gedanken teilhaben. Ich bin gespannt auf deine Sicht.

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