Gefahr Übergewicht beim Kleinkind besiegen

  • Sven 
Gefahr Übergewicht

Muss ich meinem Kind das Essen verbieten?

Ganz schön moppelig die kleine. Das höre ich immer wieder. Muss ein Baby aber nicht etwas mopsig sein? Mir ist klar, dass Elli recht stabil ist. Sie war auch noch nie dünn. Muss ich jetzt das Essen rationalisieren? Ich möchte ja schließlich nicht schon mit einem Jahr die Gesundheit meiner Tochter riskieren. Ab wann also ist die Gefahr für Übergewicht gegeben?

Geboren mit 3610 g und 56 cm war sie etwas groß aber auch nicht wirklich aus der Norm. Ok, bei allen Untersuchungen beim Kinderarzt, führte sie die Kurve für Gewicht und Größe von oben an. Aber ist das schlimm? Auf jeden Fall heißt es mal, dass 97% aller gleichaltrigen Kinder leichter und kleiner sind.

Mir ist auch ohne diese Kurve bewusst, dass Elli fasst immer die größte und schwerste in ihrem Alter ist. Egal ob Babytreff, Babyschwimmen oder einfach treffen mit anderen Kindern in Ellis alter. Sie ist halt einen halben Kopf größer als alle anderen. Aber ist das dann Übergewicht oder doch einfach nur eine große kleine?

Glückliche Gegenwart 

Kinder sind doch sehr verschieden und es sollte sich auch alles noch verwachsen oder nicht? Ab wann wird das Übergewicht zur Gefahr und kann zum Problemen werden? Gibt es die überhaupt? Schließlich ist sie viel agiler als viele andere Babys in ihrem Alter. Jeden Tag wird die Welt erkundet und Neues entdeckt. Jeden Tag werden die Grenzen ausgedehnt und sie traut sich mehr zu.

Sie begann mit 10 Monaten zu laufen. Seit dem 11. Monat ist sie nur noch am flitzen. Hin, her, durch die ganze Wohnung, auf die Couch und wieder runter. Es wird überall versucht hoch zu klettern. Sie hat aber nicht nur Ausdauer sondern auch sehr viel Kraft. Elli schleppt z.B. eine 1 Liter Milch in einer Hand durch die Wohnung. Trotz ihrer kurzen Fingerchen, die die Milch kaum umfassen können.

Was sagt der Arzt zum Übergewicht?

Jetzt ist sie 12 Monate alt und wiegt 11,9 kg bei ca. 79,5 cm Grösse. Wurde heute bei der U6 beim Kinderarzt festgestellt. Muss ich mir deshalb Sorgen machen? Ist sie zu schwer für ihr Gewicht? Ich denke nicht und die Ärztin war auch begeistert von ihren motorischen Fähigkeiten. Als die Ärztin den Raum betrat, führte klein Elli mal ihr ganzes Repertoire auf. Als hätten wir sie dressiert. 

Sie strahlte übers Gesicht. Machte gleich winke winke zur Begrüßung. Auf die Frage der Ärztin: „Bist du schon so groß?“ Riss Elli direkt die Arme hoch, um zu zeigen wie groß sie schon ist. Dann erzähle sie auch gleich: „Ei-ja.“ Schließlich ist sie jetzt ja schon ein Jahr alt. Letztlich drehte sie sich zur Mama um, streckte die Arme aus und lief mit dem Wort „Mama“ auf ihre Mama zu. Jetzt wusste die Ärztin auch gleich wieder wer die Mama war. Supersüß der kleine Schatz.

Elli führt die Kurve wieder von oben an. Wie schon seit ihrer Geburt. Also alles nicht ungewöhnlich. Die Ärztin war so zufrieden, wie wir auch. Etwas pummelig die kleine, aber kein Übergewicht. Also werden wir mal alles lassen wie es ist. Die kleine entwickelt sich prächtig. Wir haben also keinen Grund, irgendwelche Probleme hin zu Zaubern, wo überhaupt keine sind.

Ich würde mir Gedanken machen, wenn sie nur auf dem Rücken liegen würde, sich selten bewegt und immer Hunger hat. Das ist aber nicht der Fall. Elli ist super agil und interessiert sich für alles und jeden. Zudem habe ich mal irgendwo gelesen, dass Babys im Alter von 12 Monaten statistisch am meisten Fett am Körper haben. Noch ein Grund mehr sich keine Gedanken zu machen. Auch wenn sie einen ordentlichen Bauch hat.

Glückliche Zukunft 

Wir werden die Sache wohl die nächsten Monate beobachten und dann entscheiden ob wir tätig werden müssen. Wenn die kurze aber weiter so rumflitzt, wovon ich ehrlich gesagt aus gehe, dann wird sich das verwachsen. Da bin ich mir sicher. 

Sollte ich falsch liegen und Elli nimmt weiter übermäßige zu, dann sollten wir uns Gedanken um die Ernährung machen. Grundsätzlich bekommt Elli aber zur Zeit wenig Zucker von uns. Sie trinkt nur Wasser, außer zum Frühstück. Da auch etwas Kuhmilch. Ansonsten kein fertiges Essen oder so. Immer frisch gekocht oder Brot, Brötchen usw.

Weil sie schon seit ihrem 6. Monat mit bei uns am Tisch sitzt und normalerweise das bekommt, was wir auch essen, sollte das kein großes Problem sein. Klar bekommt sie die wenig bis nicht gewürzte Variante. Aber im Grunde nichts anderes als wir auch.

Aktuell sehen wir, nach Beratung untereinander und mit der Kinderärztin, keinen Anlass etwas zu ändern. Die kurze ist zwar größer und schwerer als der Durchschnitt, aber die Proportionen stimmen. Schließlich sind immer beide Kurven am obersten Ende. Die Gewichts- und die Größenkurve. Wenn die Gewichtskurve steigen würde, müssten wir handeln. Aber so sind wir nur Eltern einer supersüßen großen Maus.

Elli isst zwar gern, aber wir belohnen sie weder mit Essen, noch mit Geschenken. Sie bekommt, was sie braucht. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Trick ist, das Essen nicht zu verbieten

Was wollen Kinder am meisten? Richtig. Was sie gerade nicht haben. Das ist im Übrigen auch bei uns Erwachsenen nicht anders. Ein gesundes Kind weiß, wann es satt ist und hört dann auch auf zu essen. So kann es theoretisch nicht zu Übergewicht kommen. Also solltest du darauf vertrauen, dass die Natur schon weiß was sie macht. 

Erst wenn die Gewichtskurve dauerhaft über der Größenkurve liegt, heißt es abspecken. Aber nicht durch Diät sondern durch mehr Bewegung bei gesunder Ernährung. Eine Diät ist nie eine gute Entscheidung. Erst recht nicht bei einem Kleinkind im Wachstum.

Ergebnis der Studie vom Robert Koch Institut 

Das Robert Koch Institut hat viele Studien zum Thema Übergewicht verfasst und führt ein Bevölkerungsweites Monitoring zur Kontrolle von Übergewicht. Nicht nur für Kinder, sondern Menschen aller Altersklassen. Daraus geht zusammengefasst folgendes hervor: 

Statistisch gesehen führt ein dickes Kind zum dicken Erwachsenen, während schlanke Kinder meist auch als Erwachsene ihr Gewicht im Griff haben. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft raucht, ist die Wahrscheinlichkeit für ein dickes Kind auch größer, genauso, wenn die Mutter vor der Schwangerschaft schon dick war. Bei sozial schwächeren Familien, in denen oft das Geld für gesunde Ernährung fehlt, ist die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht durch falsche Ernährung, ebenfalls erhöht.

Selbstverständlich gibt es noch einige andere Gefahren, die eine ungesunde Lebensweise und ein damit verbundenes Übergewicht unterstützen. Letztlich ist das wichtigste aber einfach ein maßvolles Verhalten beim Essen, gesunde Ernährung im allgemeinen und ausreichend Bewegung. Das der kleine Zwerg am Anfang etwas pummelig ist, ist vollkommen normal und auch gut so. Der Speck schürzt das Kind zudem bei Stürzen, vor Kälte und äußeren Einflüssen.

Hast du Feedback?

Wie haltest du das? Ist dein Kind schlank oder neigt es doch auch eher zu Übergewicht? Wenn du ähnliche Erfahrungen gemacht hast oder sonst etwas zum Thema beitragen möchtest, fühle dich frei einen Kommentar zu schreiben. Ich freue mich von deinen Erfahrungen zu lesen.



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