Daddy im Stress versunken

  • Sven 
Daddy im Stress
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Schnell im Stress versunken

Früh aufstehen. Leise die Schlafzimmertür raus, damit die kleine Maus und Mama nicht aufwachen. Duschen. Frühstücken. Auf zur Arbeit. Schon Stress am Anfang des Tages.

Kurz bevor ich auf Arbeit ankomme, rufen mich die zwei an. Elli ist wach und damit auch die Mama. Mama ist noch etwas müde am Telefon, aber Elli springt schon durchs Bett. Die beiden haben jetzt ihre Routine. Ich bekomme davon sehr wenig mit. Ich bin auch inzwischen auf Arbeit. Eine eigene Welt, die wenig Ablenkung zulässt. Bis Mittag gibt es jede Menge zu tun. Rundgänge, Meetings, Arbeitsanweisungen. Viel Kommunikation untereinander mit Arbeitseinteilungen, usw. Mal mehr mal weniger. Wie immer halt. Mittag. Endlich Pause. 

Ein Telefonat mit Mama. Wie ist es gelaufen? Aktuell ist Mama mit Elli in der Eingewöhnung bei ihrer Tagesmutter. Einen Kindergartenplatz hat Elli natürlich nicht bekommen. Gibt halt echt zu wenige. Wir hatten dennoch Glück mit unserer Tagesmutter. Eigentlich eher Tagesehepaar. Er und sie, beide über 60 und total goldig und lieb zur kurzen.

Meine Pause ist rum. Der Stress geht in den Endspurt. Das Programm von vorhin geht weiter. Der Blick schweift ab. Auf meinem Schreibtisch ein Kalender von Mama. Die ersten 3 Monate der kleinen. Total süß. Das gibt Kraft. Durchhalten.

Feierabend. Schnell Heim. Dumm nur, das auf der halben Strecke, bis nach Hause, Baustelle ist. Das hält auf, ist aber nicht zu ändern. Irgendwann werden die sicher auch mal fertig. Der Glaube stirbt zuletzt.

Sicher und geborgen Zuhause

Daheim. Endlich läßt der Stress nach. Kaum zur Tür rein springt Elli erschrocken ihre Mama an. Total schreckhaft die kleine. Dann erkennt sie mich. Sie streckt ihre Arme aus. Will zu ihrem Papa. Ich nehme sie hoch. Es folgt eine lange Umarmung. Total süß. Mein Lichtblick. Elli und Mama knutschen. Angekommen. 

Endlich spielen mit meiner kleinen Maus. Mama macht inzwischen das Essen. Abendessen gibt es immer warm bei uns. Elli isst natürlich schon bei uns mit. Ist ja schon groß die kleine. Die Müdigkeit ist aber schon deutlich zu erkennen. Ständiges Augen und Nase reiben auch schon während des Essens. Bis alles weg ist. Die kleine isst so gut mit. Macht fast nie Probleme. Total Zucker. 

Jetzt nochmal schnell runter in die Spiele-Ecke. Ein bisschen geht noch. Elli genießt die Zeit mit Mama und Papa. Aber irgendwann kommt der Sandmann auch zu den Kindern, die noch kein Fernsehen schauen dürfen.

Fertigmachen. Wickeln, Zähne putzen, Schlafsack an und mit Fläschchen auf Papas Arm. Hastig trinken, als hätte es nicht eben essen gegeben. Dann fallen die Augen zu. Bis heut Abend kleiner Engel. Ich liebe dich. Kuss.

Abendprogramm für Mama und Papa. Die nächste Stunde ist für uns. Eigentlich reden wir zu wenig miteinander. Jeder hat wohl doch seine eigene Welt. In der Woche zumindest. Schade.

In der Nacht wird die kleine Prinzessin noch zwei- bis dreimal wach. Das endet irgendwann bei uns im Bett. Hauptsache der kleinen geht es gut. Letztlich ist es aber auch entspannter für uns, auch wenn Elli der Boss im Bett ist. Wenn sie will, dass Papa nur 30 cm am Ende des Bettes hat, dann hat er auch nicht mehr. Sie ist so süß.

Heute ist Donnerstag. Das ganze noch einmal und dann ist Wochenende. Juhu. Ausschlafen ist zwar lange nicht mehr, aber die gemeinsame Zeit ist das aller größte Glück. 

Verlässlich lernen das Leben zu lieben

Wir müssen bei all dem Stress nur lernen immer wieder die kleinen Momente im Leben zu genießen. Die gibt es haufenweise über den Tag verteilt. Manchmal etwas versteckt unter Sorgen, Stress und Nöten. Aber diese Momente sind immer da! 

Das Lächeln der kleinen Prinzessin am Morgen, nach einer Nacht mit viel Geschrei und vielleicht zwei Stunden Schlaf. Die Liebe im Auge der kleinen, wenn sie Mama eine frisch gepflückte Blume überreicht. Genauso wie viele andere Dinge. 

Der eine Autofahrer, der dich an einer dicht befahrenen Straße links abbiegen läßt, obwohl er sicher auch schnell heim will. Die Sonne die meine Haut wie mein Herz wärmt. Der früh morgendliche Kaffee, der so toll duftet.

Lichtblicke wohin man schaut. Es ist alles eine Sache der Einstellung. Wer Freude will und sie erwartet, der wird auch Freude finden. Wer überall mit Ärger rechnet, für den wartet dieser auch an jeder Ecke.

Die Welt ist bunt und voller Blumen, genauso wie dunkel und erbarmungslos. Wir alle leben das Leben, dass unseren Vorstellungen entspricht. Ob wir Stress haben oder nicht, entscheiden wir zum großen Teil mit unserer Einstellung. Ich habe 30 Jahre gebraucht, um das zu verstehen. Jetzt bin ich froh, dass ich noch mein ganzes Leben vor mir habe.
Ich bin froh, dass ich meinem Kind beibringen darf, wofür ich selbst so lange gebraucht habe. Sie wird das Leben führen, dass sie sich selbst wünscht. Da bin ich mir sicher. 

Wie sieht deine Welt aus?

Wie sieht dein Alltag aus? Welche Herausforderungen musst du täglich meistern? Wann empfindest du Stress? Wie findest du Entspannung? Wo sind deine kleinen Lichtblicke, die deinen Tag erhellen und dir Kraft schenken? Hinterlasse gern einen Kommentar und teile deine Gedanken mit uns. Ich freue mich von dir zu lesen.

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